Menu
Städtereisen / Rumänien

Die Perle Transsilvaniens: Reisetipps für 2 Tage in Sibiu (Hermannstadt)

rumaenien transsivanien sibiu unterstadt 1 von 1 4 |

Sibiu war für mich Auftakt zu einer Reise durch drei rumänische Regionen – Transsilvanien (Siebenbürgen), die Bukovina und Budapest. Und gleich ein Volltreffer: Die Stadt eroberte mein Herz im Sturm – wie übrigens mehrere Städte im Osten, die ich in der letzten Jahren erkundet habe, Sarajevo oder Krakau zum Beispiel. Hier findest du Reisetipps für 2 Tage in Sibiu – zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels und mehr.

Wieviel Zeit für Sibiu (Hermannstadt) einplanen?

Als Wochenendziel ist Sibiu bestens geeignet (wenn du einen Direktflug ergatterst), weil du nicht in Stress gerätst angesichts unzähliger Sehenswürdigkeiten, sondern es gemütlich angehen kannst. Die Altstadt ist außerdem kompakt, sodass du alles bequem zu Fuß erkunden kannst. Wenn für dich Sibiu Station auf einer Rundreise durch Transsilvanien ist, solltest du mindestes zwei volle Tage und (je nach Ankunftszeit) 2–3 Übernachtungen einplanen.

Die beste Reisezeit für Sibiu

Ich war Ende April unterwegs, weil ich Städte gern in der Nebensaison bereise. Es war so mild, dass ich beim Abendessen draußen sitzen konnte. Um diese Jahreszeit aber keine Selbstverständlichkeit. Dass ich außerdem noch Blick auf verschneite Karpatengipfel hatte, war natürlich genial. Angenehm sind sicher auch Mai/Juni und September. Im Sommer ist es natürlich am wärmsten und das Flair sicher besonders, wenn es auf den Plätzen überall Musik gibt. Aber es ist auch am vollsten und die Hotelpreise klettern in die Höhe. Vielleicht wichtig zu wissen: Im Juni findet ein renommiertes Theaterfestival in Sibiu statt – spannend für Theaterfans, ärgerlich für andere, weil die Stadt voll ist und die Hotels teuer sind.

Blick vom Turm der Stadtkirche über die Stadt bis zum schneebedeckten Karpatenbogen

Ein Häppchen Geschichte

Die Geschichte von Sibiu begann im 12. Jahrhundert, als ungarische Könige deutsche Siedler anwarben, um das damalige Grenzgebiet ihres Reiches zu sichern. Die Einwanderer bezeichnete man als „Saxones„, obwohl sie vor allem aus dem Moselraum, Luxemburg und dem Rheinland kamen. Einfach ein Sammelbegriff für deutsche Siedler. Im Bogen der Karpaten schufen die Immigranten eine reiche Kulturlandschaft mit stolzen Handelsstädten und trutzigen Kirchenburgen. Und dank der günstigen Lage entwickelte sich Hermannstadt schnell zu einem wirtschaftlichen Zentrum.

Nacheinander gehörte Transsilvanien zum Königreich Ungarn, zum Fürstentum Siebenbürgen, zur Habsburgermonarchie und schließlich zu Rumänien. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren rund 10 Prozent der Einwohner der Region deutschstämmig. Nach dem Krieg und besonders nach dem Ende des Kommunismus 1989 wanderten viele von ihnen nach Deutschland aus. Heute stellen die Siebenbürger Sachsen weniger als 1 Prozent der Bevölkerung. Das deutsche Erbe ist allerdings in Sibiu bis heute sichtbar, und deutsche Schulen und Kulturinstitutionen sorgen dafür, dass viele Bewohner auch heute noch deutsch sprechen.

Tipp: Unbedingt empfehlenswert zum Auftakt ist eine Stadtführung durch Sibiu*, denn von Insidern bekommst du einen Überblick und meist viel Hintergrundwissen, bevor du selbst auf Entdeckungsreise gehst.

*Affiliatewerbung: Links zu Partnerprogrammen. Wenn du etwas über diese Links buchst, erhalte ich eine kleine Provision, die hilft, den Blog zu finanzieren. Für dich bleibt der Preis unverändert. Vielen Dank für deine Unterstützung!

2 Tage in Sibiu – Sehenswürdigkeiten

Sibiu ist eine Stadt auf zwei Etagen: Ober- und Unterstadt. Die bestens restaurierte Oberstadt ist die repräsentative Bühne der Stadt – hier reiht sich rund um den Großen Ring, den Kleinen Ring und den Huet-Platz ein architektonisches Schmuckstück ans nächste. Dazwischen erheben sich die Kirchen dreier christlicher Konfessionen. Adel und wohlhabendes Bürgertum errichteten prächtige Häuser und das Zentrum im Laufe der Jahrhunderte durch mehrere Mauerringe sichern. Sibiu ist jedoch kein Freilichtmuseum, sondern eine quicklebendige Stadt mit tollen Restaurants und reichem Kulturleben, in dem alljährlich Film- und Theaterfestival Höhepunkte sind. Treppengassen führen in die dörflich wirkende Unterstadt, die mitten im Wandel steckt: Szenecafés, Gastropubs und Weinbars schießen aus dem Boden.

#Die schönsten Aussichtspunkte

Ich klettere gern auf Türme, um Städte erstmal von oben zu betrachten. In Sibiu ist der Rathausturm zwischen Großem und Kleinem Ring wohl erste Wahl. Er war allerdings bei meinem Besuch 2026 eingerüstet und ist vermutlich lange Zeit nicht zugänglich. Die Alternative mit tollem Blick zumindest auf den Kleinen Ring ist der Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche. An klaren Tagen blickst du sogar bis zu den Südkarpaten. Im Frühling mit Schneekuppe ein Traum!

Blick auf den Kleinen Ring und die Neustadt dahinter

#Oberstadt: Der Große Ring – Piața Mare

Das Herz von Sibiu schlägt auf der Piața Mare, dem Großen Ring. Ein riesiger Platz, der von prächtigen Bürgerhäusern eingerahmt wird, die von der einstigen Bedeutung der Stadt als Handelszentrum erzählen. Im Sommer finden hier Konzerte und mehr statt, im Winter der Weihnachtsmarkt. Am besten erstmal ein Café suchen und das Gesamtensemble auf dich wirken lassen.

#Oberstadt: Römisch-katholische Stadtpfarrkirche Heiligste Dreifaltigkeit

Am Großen Ring erhebt sich die die barocke Jesuitenkirche Heiligste Dreifaltigkeit auf der nordwestlichen Seite, die im 18. Jahrhundert während der Habsburger Herrschaft errichtet wurde – ein Ausrufezeichen der Gegenreformation. Die Deutschen hatten sich zum großen Teil zum Protestantismus bekannt und die Hauptkirche war evangelisch geworden. So sahen die Katholiken die neue Kirche als Bollwerk gegen den „Irrglauben“. Nicht ganz zufällig verdeckt sie den Blick auf die protestantische Stadtkirche.

Innen die typischen Merkmale der Zeit: elegante Stuckarbeiten und Fresken, die die römisch-katholische Kirche preisen. Heute ist sie zusammen mit der evangelischen und der orthodoxen Kirche ein Symbol für das friedliche Zusammenleben verschiedener Glaubensrichtungen in Siebenbürgen.

Großer Ring mit Katholischer Kirche, im Vordergrund spiegelt sich ein Haus in großer Pfütze
Innenraum der Katholischen Kirche mit Barockausstattung

#Oberstadt: Das Brukenthal-Museum

Der zweite dominierende Bau am Großen Ring ist ein Barockpalais, das heute das wichtigste Museum der Stadt ist. Reichsfreiherrn und Gouverneur von Siebenbürgen Samuel von Brukenthal war im 18. Jahrhundert ein wichtiger Mann in Hermannstadt, der auch am Hofe Maria Theresias eine einflussreiche Position hatte. Er kam nicht nur zu Ehren, sondern auch zu Geld und trug im 18. Jahrhundert eine beeindruckende Sammlung europäischer Kunst zusammen. Weil er keine Erben hatte, ging sein Vermögen an eine Stiftung, die sich für Bildung einsetzte. Seine Kunstsammlung mit Werken flämischer, niederländischer, deutscher und österreichischer Meister ist heute in seinem einstigen Palais, heute Museum, zu sehen.

Gegenüber der evangelischen Stadtkirche liegt übrigens die Brukenthal-Schule, wo auch heute noch auf Deutsch unterrichtet wird. Der Grund, warum viele junge Leute gut Deutsch sprechen.

deutsche Schule

#Oberstadt: Der Kleine Ring – Piața Mică

Piaţa Mică, den Kleinen Ring. säumen Laubengängen, unter denen die Händler ihre Waren auch bei Regen geschützt verkaufen konnten. Zum Beispiel in der Metzerpassage. Heute sind zwischen den Arkaden kleine Läden, Cafés und Restaurants eingezogen. Treppen führen ein bisschen versteckt in einige der schönsten Ecken der Unterstadt. Den schönsten Blick auf den Platz hast du vom Turm der Stadtpfarrkirche.

#Oberstadt: Die Lügenbrücke

Ein Ort der Legenden ist die an sich unscheinbare Brücke in einer Ecke des kleinen Rings, die Oberstadt und Unterstadt verbindet. Die Lügenbrücke war die erste gusseiserne Brücke Rumäniens, deren Einzelteile 1859 in Friedrichshütte gegossen und in Siebenbürgen zusammenmontiert wurden. Woher der Name stammt? Dazu gibt es eine ganze Reihe von Geschichten. Einige erzählen, die Brücke würde knarren oder sogar einstürzen, wenn jemand auf ihr die Unwahrheit sagt. Dann hätte sie die letzten fast 170 Jahre aber nicht überstanden – oder die Bewohner von Sibiu wären die ehrlichsten Menschen der Welt.

Eine andere Legende erzählt, Männer kamen mit ihren Liebsten auf die Brücke, um ihnen ewige Treue zu schwören. Weil sie es damit nicht so genau nahmen, entstand erhielt die Brücke ihren Namen. Da mag eher stimmen, denn heute gibt es wieder viele Liebeschlösser in alter Tradition. Sehr wahrscheinlich leitet sich der Name auch ganz profan von „liegen“ ab, denn sie liegt auf tragenden Backsteinwänden.

An der Brücke liegt die Casa Luxemburg, zu der es eine hübsche Geschichte gibt. Sibiu und Luxemburg teilten sich 2007 die Würde der Kulturhauptstadt Europas. Der Bürgermeister Luxemburgs kam zu Besuch und wunderte sich, dass er das Siebenbürger Sächsisch verstand. Historisch nicht verwunderlich, denn die „Sachsen“ kamen aus der Region. Deshalb gab es Geld aus

#Oberstadt: Huet-Platz

Der dritte historische Platz in der Oberstadt von Sibiu ist die Piața Huet. Sie liegt etwas erhöht, ist viel intimer als die anderen beiden Plätze und im Zentrum erhebt sich die evangelische Stadtkirche, gesäumt von bunten Bürgerhäusern ohne Schnickschnack. Ein Kuriosum an einer Ecke ist das Haus der fahrenden Gesellen, in dem Bäcker, Metzger, Zimmerleute und andere Handwerker für eine Zeit unterkommen können, während sie auf Wanderschaft sind. 

Auf dem Platz selbst findet am Freitag ein Bauernmarkt statt, am Samstag ein Kunsthandwerkermarkt. Und hier der Kirche liegt die vielleicht stimmungsvollste Treppengasse in die Unterstadt:

#Oberstadt: Evangelische Stadtpfarrkirche St. Maria

Die Evangelische Kirche auf dem Huet-Platz ist das bedeutendste gotische Bauwerk der Stadt. Ihr markanter Turm (73,34 Meter) ragt über die Dächer hinweg und ist schon von weitem sichtbar. Im Inneren beeindrucken die hohen Gewölbe, wertvolle Grabplatten und die historische Orgel. Wer die Stufen des Turms erklimmt, wird mit einem herrlichen Blick über die roten Dächer Sibius belohnt. Besonders schön zeigt sich hier das Meer aus Dachaugen, für das die Stadt berühmt ist.

Tipp: Während des Sommerhalbjahrs findet samstags ein Orgelkonzert statt (Termine hängen aus). In der Regel gibt es am Freitagmittag eine Generalprobe bei freiem Eintritt.

Die Augen von Sibiu

Die prächtige Bürgerhäuser der Stadt haben „Augen“ in den Dächern, die Besucher scheinbar beobachten. Der Grund für das charakteristische Merkmal ist profan: In einer Stadt mit feuchtem Klima konnte man Schinken, Wurstwaren und Getreide nicht im Keller lagern. So wurde auf den Dachböden getrocknet, wofür Frischluft nötig war, für die die offenen Dachluken sorgten.

Die "Augen" (Dachluken) von Sibiu

#Oberstadt: Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit

Die orthodoxe Kathedrale, 1902 erbaut, steht im Kontrast zur nüchternen protestantischen Kirche und übertrifft auch die römisch-katholische Kirche an Dekor. Ein Überschwang an Gold und Farben, Fresken überall und eine prächtige Ikonostase lassen – gewollt! – an die Hagia Sophia in Istanbul erinnern. An einem Samstag durfte ich dort eine Hochzeit erleben – feierlich und bewegend.

#Oberstadt: die Stadtmauer

Von der ursprünglichen Wehranlage mit ihren 39 Türmen sind heute noch insgesamt zehn Türme und hier und da Mauerpassagen geblieben. Besonders eindrucksvoll sind die Wehrtürme entlang des dritten Mauerrings, der teilweise rekonstruiert wurde, mit Zimmermanns-, Töpfer- und Armbrusterturm. Dahinter liegt der vierte Mauerring, von dem aus du einen tollen Blick auf die Karpaten hast.

Zwischen dem drittem und dem gut erhaltenen vierten Mauerring liegt eine Grünanlage mit dem Walk of Fame, auf dem sich Theaterleute verewigten, die am jährlichen Theaterfestival teilnahmen. Au0erdem hast du von dort bei klarer Sicht einen tollen Blick auf die Karpaten.

Restaurants und Cafés in Sibius Oberstadt

Viele Völker beeinflussten die kulinarischen Traditionen Rumäniens. Die Küche in Transsilvanien verbindet rumänische und deutsche Gerichte. Fleisch steht in jeder der Regionalküchen im Mittelpunkt. Beilage ist oft ein Maisgries, der der italienischen Polenta ähnelt. Vegetarier finden keine große Auswahl, aber in Sibiu zumindest das ein oder andere fleischlose Gerichte auf den Speisekarten. Das beliebteste Dessert: Papanasi (rumänische Donuts mit Sahne und Konfitüre).

Zum Essen schmecken einheimische Weißweine aus Transsilvanien, die man dort seit sächsischer Zeit anbaut. Aber es wird auch gutes Bier gebraut, und beliebte Erfrischungen ohne Alkohol sind hausgemachte Limonaden.

  • Kulinarium: Eine gute Auswahl an deutsch-rumänischen Gerichten, darunter auch zwei vegetarische. Den Pilzeintopf mit gerösteten Paprika und Maisgries habe ich getestet. Eines der besten Gerichte, die ich in Rumänien bekam.
Pilzgulasch mit Polenta
  • Hochmeister: Hier habe ich nicht selbst gegessen, aber die Stadtführerin lobte die moderne regionale und saisonale Küche in den höchsten Tönen.
Terrasse des Restaurants Hochmeister
  • Café Wien: Kaffeehaus und Restaurant mit österreichisch inspirierter Küche an der evangelischen Kirche. Gute österreichische Küche und Mehlspeisen. Die Qualität ist solide und du sitzt nett auf der Terrasse und im Lokal.
Innenraum des Café Wien
  • Lumos (Instagram, Strada Mitropoliei 1): Gute Adresse für Frühstück und Brunch in der Oberstadt.
  • Meron (Piața Mare): Rumänische Coffee-Shop-Kette mit eigener Rösterei und Bäckerei. Für mich der beste Kaffee der Reise.
Kaffee im Café Meron
  • Gelateria Nessa (Strada Cetății 22): Das beste Eis der Stadt gibt es im kleinen Eiscafé an der Stadtmauer – ein Tipp meiner Stadtführerin. Bloß nicht in die Touristenfallen entlang der Einkaufsstraße tappen!

#Durchgänge und Treppengassen

Den besonderen Charme der Stadt macht ihr mittelalterliches Gassengewirr aus. Über Treppen, Tore und verwinkelte Durchgänge gelangst du von einem Platz zum nächsten und immer wieder von der Oberstadt in die Unterstadt. Hinter jeder Ecke öffnen sich neue Perspektiven: versteckte Innenhöfe, bunte Fassaden und kleine Plätze. am besten einfach treiben lassen und Entdeckungen machen.

Zwei Favoriten

  • Der Turnul Scărilor (Sagturm) am Huet-Platz ist der letzte erhalten gebliebene Zugang von der Unter- in die Oberstadt entlang der alten Wehranlage. Hier läufst du auf der Sagstiege (Fotos 1, 6, 7)in die Unterstadt, die vom Kleinen Café und einem Weinlokal gesäumt ist.
  • Vom Kleinen Ring aus nahm ich Fingerlingsstiege, die unter dem Goldschmiedeturm (Nr. 24) beginnt, und stieg durch Treppen in Richtung Fingerlingsplatz (Piața Aurarilor) in die Unterstadt. Ein intimer Platz mit dem wunderbaren Café Nod (siehe Tipps). Das wäre mein Stammcafé, wenn ich in Sibiu leben würde.

#Die Unterstadt

Ein paar Treppenstufen genügen, und plötzlich sieht Sibiu ganz anders aus. Während die Oberstadt mit ihren prachtvollen Plätzen beeindruckt, erzählt die Unterstadt vom Alltag der Handwerker, Gerber, Händler. Schmale Gassen, kleine Häuser mit bunten Fassaden. Einiges noch sehe vernachlässigt, andere Ecken schon wieder guten Schuss. Du merkst an vielen Ecken, dass das Viertel mitten in der Gentrifizierung steckt. Vor allem bei jungen Leuten gerade sehr in mit Hipstercafés, guten Restaurants und Weinbars. Zum Essen mein klarer Tipp in Sibiu. Weil hier vor allem Einheimische unterwegs sind, tappst du nicht in die Touristenfallen der Oberstadt.

Cafés und Bars in Sibius Unterstadt

Fingerlingsplatz mit Cafeterrasse und grünem Haus mit Dachaugen
  • Qua Si unt (Facebook, Strada Târgul Vinului 6): Mein Frühstückscafé in der Unterstadt, nur wenige Minuten von meiner Pension entfernt. Außer mir nur Einheimische, was für die Qualität spricht. Alles war köstlich!
Frühstücksgericht in einem Café
  • Wine not? Wunderbare kleine Weinbar in der Unterstadt, die bisher noch hauptsächlich einheimische Gäste hat. Kalte Küche (aber lecker!) und ausgesuchte Weine.
Terrasse der Weinbar Wine not?
  • Butoiul de Aur: Bier-Pub in genialer Lage an einer Treppengasse zwischen Unter- und Oberstadt. Tadellose kleine Gericht, gutes Craft Beer, schöne Stimmung.
Lokal am Ende der Sagstiege

Je weiter du dich von der Oberstadt entfernst, desto authentischer werden die Straßen. Hier liegen Tante-Emma-Läden, Waschsalon und Elektrofachhandlungen und irgendwann landest du auf dem Zibinsmarkt auf der Piața Cibin. Im Sommer gibt es hier sicher reichlich Auswahl an Obst und Gemüse. Im April waren es hautsächlich Kohlköpfe, Zwiebeln und Gläser mit Eigelegtem.

Unterkünfte in Sibiu

  • Pensiunea Daniel*: Meine Unterkunft in Sibiu. Wichtig ist mir immer die Lage, die hier ideal war – in der Unterstadt, aber nur zwei Minuten von der Oberstadt entfernt. Sehr nette Leute und hinreichender Komfort zu einem sensationellen Preis.
Schild mit Hinweis auf die Pension Daniel
  • Art Hotel*: Für das Plus an Komfort ebenfalls ein attraktiver Preis.
  • Hotel am Ring*: Ebenfalls eine prima Wahl in einer ähnlichen Preisklasse wie das Art Hotel

Anreise nach Sibiu und Weiterreise

Für ein Wochenende oder auch für eine Woche in der Region wird niemand mit dem Auto anreisen. Für die 1110 Kilometer ab München sollte man die Anreise als Teil des Reiseerlebnisse sehnen. Auch die Zugfahrt ist langwierig.

Die Zeiten der Direktflüge von München nach Hermannstadt mit Lufthansa sind vorbei. Mein Flug wurde drei Tage vor Abflug storniert, und glücklicherweise ergatterte ich noch einen Ticket mit Wizz Air ab Memmingen. Wizz Air fliegt Sibiu außerdem von Nürnberg, Dortmund, Karlsruhe/Baden-Baden an. Ansonsten gibt es ab vielen deutschen Städten oder ab Wien Flüge nach Bukarest.

Weitergereist bin ich von Sibiu nach Sighisoara mit dem Zug. Rumänische Züge sind sehr günstig, aber echte Bummelzüge (Sibiu–Sighisoara 21 RON, 3,5 Stunden). Ausnahme: eine Handvoll Züge in die Hauptstadt.

Bahnhof von Sibiu mit den schneebedeckten Karpaten im Hintergrund

Geld in Rumänien

Rumänien gehört zwar zur EU, ist aber nicht Euroland. Die Währung ist der Rumänischen Leu (Plural Lei). Abgekürzt oft mit dem Kürzel RON. Die Umrechnung ist relativ einfach, denn 1 Euro entspricht ungefähr 5 Lei (Stand Sommer 2026). Du kannst in Sibiu meist mit Karte zahlen. Wenn du länger in Transsilvanien unterwegs bist, solltest du aber immer etwas Bargeld in der Tasche haben. Manche Restaurants in ländlichen Regionen, kleine Läden und Marktstände akzeptieren keine Kartenzahlung.

Mehr Städteziele im Osten Europas
IMG 0015 |

Hallo, ich bin Elke. Schon als kleines Mädchen immer mit dem Finger auf der Landkarte unterwegs. Als Reisejournalistin, Reisebuchautorin und Reiseleiterin heute Berufsreisende. Mit viel Know-how zu Asien und Neuseeland, aber auch leidenschaftlich gern vor der Münchner Haustür – in Oberbayern oder im Allgäu – unterwegs. Am liebsten mit Wanderstiefeln oder mit dem Fahrrad. Auch wenn ich schon einiges von der Welt gesehen habe – die Entdeckerlust ist immer noch endlos. Wo ich mich aktuell herumtreibe, erfahrt ihr auf meinem Insta-Profil.

7b6becb2c97c4a4a922f2de6c19d9559 |

Noch keine Kommentare

    Kommentieren (deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)

    WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner