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Mit Schmäh und Patina: Die 13 besten Kaffeehäuser in Wien

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Wien ist immer eine Reise wert, und wenn das Wetter mal nicht mitspielt, locken neben wunderbaren Museen die nostalgischen Kaffeehäuser in Wien – oft mit reichlich Fin-de-Siècle-Charme. Seit 2011 zählt die Wiener Kaffeehauskultur sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Eine paar Jahre lang kam ich regelmäßig als Reiseleiterin nach Wien, später habe ich öfter meine Tochter besucht, die in Wien studierte. So habe ich im Laufe der Zeit eine ganze Reihe von Kaffeetempeln unter die Lupe genommen. Und auf meinem letzten Wienbesuch nach der Tour auf dem Donauradweg durch die Wachau habe ich meine liebsten Kaffeehäuser noch einmal besucht.

Natürlich ist meine Auswahl der Kaffeehäuser subjektiv. Wenn du andere Empfehlungen hast, freue ich mich über einen Kommentar. Ein bisschen österreichisches Kaffeehausflair findest du auch in meinem Artikel über Salzburg.

Wiener Kaffeehausgeschichte

Wien und Kaffee – das gehört zusammen, seit ein Pole während der zweiten Türkenbelagerung (1683) einen Sack Kaffeebohnen erbeutete und das erste Kaffeehaus eröffnete. Eine Legende, die immer wieder gern erzählt wird. Heute weiß man: Das erste urkundlich erwähnte Wiener Kaffeehaus eröffnete der Armenier Johann Diodato 1685 in der Rotenturmstraße 14. Ihre Blütezeit erlebten die Kaffeehäuser in Wien um die vorletzte Jahrhundertwende. Kein Wunder: Wohnungen waren eng, das Heizen teuer – das Kaffeehaus wurde zum Wohnzimmer, in dem man ganz nach Wunsch seine Ruhe oder Gesellschaft haben konnte. Es waren vor allem Herrenrunden, die sich im Kaffeehaus trafen. Damen zelebrierten ihre „Kaffeekränzchen“ in Konditorei-Cafés.

Food- und Kaffeehaustouren in Wien

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Kaffeetrinken kannst du heute in Wien in unzähligen Cafés – auch in der österreichischen Hauptstadt gibt es jede Menge stylische Adressen. Meine Tochter hat in vier Jahren Wien wahrscheinlich nicht in einem einzigen Kaffeehaus gesessen. Aber Hipster-Cafés ähneln sich überall auf der Welt. Ein Original Wiener Kaffeehaus dagegen ist besonders. Was ein Kaffeehaus von einem gewöhnlichen Café unterscheidet? Sicher ist: Statt Cappuccino und Latte stehen wie eh und je Kleiner Brauner, Großer Schwarzer, Franziskaner, Fiaker oder Einspänner auf der Karte. Dazu wird immer ein Glas Wasser serviert.

Die besten Kaffeehäuser in Wien: ein Glas mit Mokka und Glas Wasser auf einem Silbertablett
Mokka im Glas und das obligatorische Glas Wasser

Die wichtigsten Wiener Kaffeespezialitäten

Man bestellt in Wien nie einfach nur einen Kaffee. Ein bisschen genauer muss es schon sein. Hier ein paar Klassiker:

  • Schwarzer/Mokka – klein, schwarz, stark, der Wiener Espresso
  • Kleiner/Großer Brauner – Schwarzer mit Milch oder Schlagobers (Sahne)
  • Melange – leicht verlängerter Mokka mit heißer Milch und Milchschaumhaube (der Wiener Cappuccino)
  • Verlängerter – kleiner Schwarzer, mit der gleichen Menge Wasser „verlängert”
  • Einspänner – großer Mokka im Glas, mit viel Schlagobers (Schlagsahne)
  • Fiaker – Mokka im Glas mit einem Schuss Rum
  • Türkischer – ungefiltert zubereiteter Mokka

Inzwischen röstet manches Kaffeehaus wie das Hawelka oder das Diglas selbst.

Zu einem echten Kaffeehaus gehört auch zwingend ein solides Zeitungssortiment. Die wichtigsten österreichischen, ein paar überregionale deutsche Zeitungen und möglichst auch ein paar fremdsprachige.

Sortiment von Zeitungen im Kaffeehaus
Zeitungssortiment im Kaffeehaus

Und natürlich gibt es im Kaffeehaus Mehlspeisen – wie die Wiener auch ihre Torten nennen. Die Auswahl ist aber nicht überall gleich gut. Empfehlenswert sind immer – wo vorhanden – die Eigenkreationen. Was ich nie verstanden habe: Alle Wiener versichern, dass Mehlspeisen überlebenswichtig sind, und sind trotzdem meist rank und schlank.

Die besten Kaffeehäuser in Wien: Buchteln mit Vanillesauce
Buchtel mit dicker Vanillesauce

Kann-Kriterien für Lokale, die sich mit dem Prädikat „Wiener Kaffeehaus“ schmücken wollen: Marmortische, Plüschbänke, Kronleuchter, der Ober im Smoking. Dass das Slowfood-Konzept zwingend zu einem Kaffeehaus gehört, verriet mit vor Jahren der Obmann der Wiener Kaffeesieder. Schließlich dürfen sich Gäste wie eh und je ohne Konsumdruck stundenlang vor einer Melange durch die Zeitungen schmökern.

Sicher ist: Jedes Kaffeehaus hat seinen eigenen Charakter und Stammgäste, die selten fremdgehen. Die Preise sind heutzutage in manchen Kaffeehäusern allerdings gehoben. Man hat wohl eingepreist, dass mancher Gast hier den Tag verbringt, aber wenig Umsatz bringt. Interessehalber habe ich die Preise für eine Melange in den einzelnen Cafés verglichen – sie liegen zwischen 4,20 Euro und 6,90 Euro.

Kaffeehäuser in Wien – Innenstadt

Ein Klassiker: Café Central

ACHTUNG: Im Jubiläumsjahr „150 Jahre Café Central“ wird das Kaffeehaus generalüberholt und öffnet im Herbst 2026 wieder.

Literaten wie Arthur Schnitzler oder Peter Altenberg kamen ins Café Central im Palais Ferstel zum Lesen, Schreiben, Diskutieren. Leo Trotzki kam zum Schachspielen. Peter Altenberg sitzt auch heute noch im Café Central – als Pappmaché-Figur. Altenberg hatte dort im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts seine Postadresse und seinen Stammtisch, an dem sich Berühmtheiten wie der Architekt Adolf Loos einfanden, der Wien mit seinen Entwürfen für die Moderne öffnete. Die prächtige Neorenaissance-Halle macht das Central auch heute zu einer Kaffeehausschönheit, wo sich allerdings vor allem Touristen tummeln. Sehr nett: Klaviermusik täglich zwischen 17 und 22 Uhr.

Café Central, 1. Bezirk, Herrengasse/Strauchgasse, Website

Innenansicht des Café Central
Café Central; © WienTourismus/Christian Stemper
Kaffeehäuser in Wien: Kaffeepause im Café Central
Kaffeepause im Central

Einstiger Künstlertreff: Café Hawelka

Das Hawelka ist eine Legende und lebt (gut) vom Ruhm vergangener Zeiten. Noch immer scheint der Geist von Josefine und Leopold Hawelka über den Tischen zu schweben, die das Café 1936 eröffneten. Ab den 1960er-Jahren war das Kaffeehaus Wohnzimmer der antibürgerlichen Künstleropposition und Friedensreich Hundertwasser, Helmut Qualtinger und André Heller waren Stammgäste, aber auch Henry Miller und Andy Warhol schauten auf Europareisen vorbei.

Heute hocken vor allem Touristen auf den abgewetzten Plüschbänken mit Blick auf vergilbte Plakate an den Wänden, um eine Prise Bohème-Flair zu schnuppern. Ich habe noch die Zeiten erlebt, als Josefine Hawelka die legendären Buchteln täglich um 22 Uhr auf die Kaffeehaustische stellte. Inzwischen führt die dritte Generation der Hawelkas das Café. Ob die Buchteln immer noch so gut sind, habe ich nicht getestet. Zum Essen gibt es sicher bessere Plätze – der Kaffee aus eigener Rösterei allerdings bekommt Bestnoten.

Café Hawelka, 1. Bezirk, Dorotheergasse 6, Website, Melange 5,60 Euro

Kaffeehausschild des Café Hawelka
Kaffeetasse mit der Aufschrift Leopold Hawelka Wien
Café Hawelka – eine Institution in der dritten Generation

Kaffeehaus trifft Beisl: Alt Wien

1922 eröffnet, wurde das Alt Wien 1936 von den Hawelkas (siehe Café Hawelka) übernommen, bevor diese ins heutige Hawelka weiterzogen. Seit den 1980er-Jahren ist es bereits Nachtcafé und strenggenommen inzwischen fast eher ein „Beisl“ als ein Kaffeehaus. Der Mittagstisch ist beliebt, aber auch abends strömen die Gäste und lassen sich das legendäre Gulasch und andere Klassiker schmecken. 2020 wurde der Blaue Salon im hinteren Bereich des Lokals eröffnet, wo Kunstausstellungen und andere Events stattfinden.

Alt Wien, 1. Bezirk, Bäckerstraße 9, Website, Melange 4,20 Euro

Die besten Kaffeehäuser in Wien: Außenansicht Kaffee Alt Wien
Innenraum eines Kaffeehauses mit Plakaten an den Wänden und roten Plüschsitzen
Das Alt Wien füllt sich zum Abendessen, wenn das Gulasch vor allem hoch im Kurs steht

Kultig: Kleines Cafe

In der Innenstadt und doch in einer stillen Ecke liegt das Kleine Café am Franziskanerplatz mit ledernen Sitznischen im Chesterfield-Stil – gestaltet in den 1970er-Jahren von Hermann Czech. Es ist tatsächlich klein und kuschelig und eigentlich eher Kneipe als Kaffeehaus, finde ich. Seit es im Kultfilm Before Sunrise groß herauskam, kommen hin und wieder auch Cineasten aus aller Welt vorbei. Es ist sich trotzdem treu geblieben. Eine sympathische Adresse mit viel Szenevolk, das sich vor allem abends gern an der Bar drängt. Nett sind auch die Außensitzplätze auf dem Platz.

Kleines Café, 1. Bezirk, Franziskanerplatz 3, ohne Website, Melange 4,70 Euro

Außensitzplätze des Kleinen Cafés
Der Name ist Programm: das Kleine Café ist tatsächlich winzig

Konditorei-Cafés

Die folgenden Zuckerbäcker gehen für mich nicht als Kaffeehäuser durch, obwohl sie immer wieder in diversen Listen auftauchen. Hier stehen die feinen Torten und Süßigkeiten eher im Mittelpunkt als Kaffee und Lebensgefühl.

  • Sacher Um das Sacher habe ich immer einen Bogen gemacht, weil viel zu touristisch. USP des Cafés ist die Sachertorte, die Franz Sacher 1832 erfand. Sie fehlt heute in kaum einem Wiener Kaffeehaus, aber das Original gibt es halt nur bei Sacher. Vielleicht tue ich dem Café Unrecht, aber selbst die Torte hat mir anderswo besser geschmeckt.
  • Demel Die Vitrinen des einstigen k.u.k. Hofzuckerbäckers Demel locken mit feinsten Mehlspeisen. Auch touristisch natürlich, aber schon richtig gut. Eine Besonderheit: Beim Demel verkaufen und servieren wie eh und je nur Damen, die so genannten Demelinerinnen.
  • Gerstner Das Gerstner ist erstaunlicherweise nicht ganz so populär bei Touristen. Dabei produzierte der Hofzuckerbäcker die Lieblingssüßigkeit von Kaiserin Sisi – echte Veilchenblüten, nach Gerstners Originalrezept kandiert. Deinen Kaffee kannst du hier auf drei Etagen mit bestem Blick auf die Wiener Staatsoper genießen.

Kaffeehäuser in Wien – am Ring

27 traditionelle Kaffeehäuser gab es einst an der Ringstraße, nur wenige haben das große Kaffeehaussterben der 1960er- und 1970er-Jahre überlebt. Manche Cafés wurden im alten Stil restauriert, darunter so bekannte Adressen wie das Schwarzenberg am Kärntner Ring oder das Landtmann am Universitätsring. Andere verwandelten sich in Espresso-Bars.

Das Vornehme: Café Landtmann

Das Landtmann ist zweifellos das vornehmste unter den Ringstraßencafés. Sigmund Freud, Marlene Dietrich, Romy Schneider, Paul McCartney und Hillary Clinton rührten hier schon in ihren Mokkatassen. Und noch immer treffen sich in den eleganten, großzügigen Räumen Politiker, Geschäftsleute, Künstler aus dem Burgtheater nebenan und die feine Wiener Gesellschaft. Das Landtmann ist eine Institution – man kommt zum Geschäftsessen, ein Völkerkundeprofessor hielt angeblich im Landtmann sogar seine Prüfungen ab. Der Stammgast zahlt fürs edle Ambiente ohne Zähneknirschen die gehobenen Preise. Mir persönlich ist es zu schick und viel zu teuer. Aber Stil hat es zweifellos.

Café Landtmann, 1. Bezirk, Universitätsring 4, Website, Melange: 6,90 Euro

Innenraum eines Kaffeehauses mit Holzvertäfelungen
Elegant: Café Landtmann; © WienTourismus/Christian Stemper

Vielgeliebt: Café Prückel

Der Kontrast zum Landtmann könnte größer nicht sein: Das Kaffeehaus aus dem Jahr 1903 ist heute stolz auf das Original-Interieur der 1950er-Jahre, als im Prückel noch Dichter mit Notizbuch saßen. Heute sind es Kunststudenten und Freiberufler mit ihren Laptops, die die kreative Atmosphäre und schnelles WLAN zum Kaffee genießen. Abends manchmal Lesungen und Konzerte. Mich verbindet mit dem Prückel eine Geschichte, denn es lag um die Ecke von der Studenten-WG meiner Tochter. Als ich sie im tiefsten Winter besuchte und die Heizung ausfiel, haben wir uns im Prückel stundenlang bei heißem Tee aufgewärmt, bis endlich die Handwerker kamen. Die Preise sind für ein Ringstraßen-Kaffeehaus erfreulich günstig.

Café Prückel, 1. Bezirk, Stubenring 24, Website, Melange: 4,90 Euro

Außenansicht eines Gründerzeithauses mit der Aufschrift Café Prückel

Tipp: Der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer präsentiert Teile seiner Sammlung wie historische Kaffeemaschinen und mehr im Kaffeehausmuseum.
Kaffeemuseum Wien, 5. Bezirk, Vogelsanggasse 36, Website

Traditionsreich: Café Schwarzenberg

Café Schwarzenberg ist Wiens ältestes Ringstraßencafé, das 1861 eröffnete. 1980 hätte es einem Autohaus weichen sollen, was der spätere Bürgermeister Helmut Zilk gerade noch verhindern konnte. In den Jahren, als ich ab und zu als Reiseleiterin nach Wien kam, habe ich öfter abends dort gegessen, denn unser Hotel lag und die Ecke. Es gab immer gute und günstige Tagesgerichte. Doch was mich zum Schwärmen brachte, war der Kellner, der mich als Stammgast akzeptierte und tatsächlich jedes Mal fragte: „Das Sölbe wie immer, gnä‘ Frau?“

Café Schwarzenberg, 1. Bezirk, Kärntner Ring 17, Website, Melange 6,90 Euro

Design: Café Museum

1899 erhielt der noch jungen Adolf Loos den Auftrag, das Café Museum zwischen Karlsplatz und Naschmarkt und unweit des Ausstellungshauses der Wiener Secession zu gestalten. Am nüchtern wirkenden Ambiente schieden sich die Geister, vor allem die Glühbirnen ohne Lampenschirme trugen ihm den Namen „Café Nihilismus“ ein. Es wurde auf jeden Fall schnell zum Künstler- und Intellektuellentreff. Maler wie Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka, der Architekt Otto Wagner und Schriftsteller wie Karl Kraus, Elias Canetti und Robert Musil gingen ein und aus.

Bereits ab 1910 wurde das Café mehrfach umgebaut. In der Ausstattung von 1931 feierte es vor einigen Jahren seine Wiederauferstehung. Ein Freudenfest für Designfans, die klare Formen und edle Materialien lieben. Nur die Patina fehlt noch. Das Café Museum gehört inzwischen den Besitzern des Café Landtmann, entsprechend sind die Preise gehoben.

Café Museum, 1. Bezirk, Operngasse 7, Website, Melange 6,90 Euro | Nähe Secession und Naschmarkt

Elegantes Kaffeehaus mit Mobiliar im Stil der 1930er-Jahre
Café Museum; © WienTourismus/Christian Stemper

Kaffeehäuser in Wien – außerhalb der Innenstadt

Gemütlich: Café Sperl

Auf halbem Weg zwischen Mariahilfer Straße und dem Wiener Naschmarkt liegt seit 1880 das Café Sperl. Die Einrichtung ist ein bisschen schicker, aber das Sperl ist ganz sicher kein Schickimicki-Treff. Es gibt gleich drei Billardtische und das etwas reifere Stammpublikum bestellt gern die Original Sperltorte zum Kaffee.

Café Sperl, 6. Bezirk, Gumpendorfer Straße 11, Website, Melange 4,90 Euro | Nähe Naschmarkt

Außenansicht gelbes Haus mit zwei Tafeln: Café Sperl
Café mit Holzvertäfelung und Billardtischen
Café Sperl mit gleich drei Billardtischen

Wohnzimmer: Café Jelinek

Das Jelinek liegt ein bisschen versteckt unweit der Mariahilfer Straße. Auch so ein Kaffeehaus, das sich treu geblieben ist. Der schmiedeeiserne Holzofen, guter Kaffee, jede Menge Zeitungen und einfach viel Charme. Ein echtes Nachbarschaftscafé. Und perfekt zum Kaffee ist der hausgemachte Guglhupf.

Café Jelinek, 6. Bezirk, Otto-Bauer-Gasse 5, Website, Melange 5,30 Euro | Nähe Mariahilfer Straße

Kaffeehaus mit Wohnzimmercharakter und Menschen
Wohnzimmeratmosphäre im Jelinek

Für Bahnreisende: Café Westend

Das Café Westend habe ich zufällig entdeckt, als ich ein Stündchen Zeit hatte, bevor ich in den Zug nach München stieg. Es liegt nämlich schräg gegenüber vom Westbahnhof. Während des Ersten Weltkrieg trafen sich im 1895 eröffneten Haus Offiziere und Diplomaten und sogar Kaiser Franz Joseph soll ab und zu zu Gast gewesen sein. Bei meinem ersten Besuch im Westend saßen an einem Sonntagnachmittag auf abgeschabten grünen Samtbänken und unter 1950er-Jahre-Kronleuchtern Studenten mit Laptop, türkische Familien, Schach spielende Rentner und Reisende. Und auch nach einem Facelift vor ein paar Jahren ist es unprätentiös und sich treu geblieben.

Café Westend, 7. Bezirk, Mariahilfer Straße 128, Website, Melange 4,50 Euro | Nähe Westbahnhof

Nachbarschaftscafé: Café Goldegg

Das Jugendstil-Café wurde 1910 von der Wiener Kaffeehausfamilie Dobner gegründet und war bald Stammlokal von Eisenbahnern. Während der frühen Jahre des NS-Regimes trafen sich hier verfolgte Gewerkschafter und Sozialisten. Die Holzvertäfelung ist edel, die Polsterbänke dagegen schon ganz schön abgeschabt. Heute ein echtes Nachbarschaftscafé, in das sich kaum ein Tourist verirrt. Es bietet neben einem Billardtisch viel Seele und solide Küche zu kleinen Preisen.

Café Goldegg, 4. Bezirk, Argeninierstraße 49, Website, Melange 4,80 Euro | Nähe Belvedere

Kaffee und Mehlspeisen auf einem Tisch im Kaffeehaus
Nachbarschaftscafé im 4. Bezirk: das Goldegg

Übernachten in Wien

  • Hotel Kärntnerhof*, Grashofgasse 4. Geniale Lage um die Ecke vom Stephansplatz, stilvolles Ambiente, aufmerksamer Service und kostenlose Parkplätze – die perfekte Basis für eine Städtereise.
  • Maxx bei Steigenberger Vienna*, Margaretengürtel 142. Verkehrsgünstig an der U-Bahn Margaretengürtel gelegen, mit stylischem Ambiente und gutem Frühstück.
  • Motel One Westbahnhof*, Europaplatz 3. Bewährtes Konzept am Westbahnhof.
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