Im Abstand von vielen Jahren war ich schon zweimal in der irischen Hauptstadt gewesen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten wie Trinity College oder Guinness Storehouse kannte ich. Auf der Rückreise nach meinem Roadtrip durch Nordirland habe ich mir noch einmal 2 Tage in Dublin gegönnt, habe bekannte Sehenswürdigkeiten in Dublin noch einmal besucht, aber auch Neuentdeckungen gemacht. Im Artikel findest du alle Dublin-Klassiker, einen besonderen Tipp, zwei Stadtspaziergänge und eine Auswahl spannender Museen in Dublin.



Inhaltsverzeichnis
Wieviel Zeit für Dublin einplanen?
Ein Wochenende reicht für das klassische Besichtigungsprogramm. Mehr Zeit ist natürlich immer besser. Vor allem, wenn du noch das ein oder andere Museen besuchen möchtest, solltest du einen Zusatztag einplanen. Bei mehr Zeit ist auch noch ein Ausflug in die Umgebung drin.
Empfehlenswerte Touren in Dublin und Umgebung
Zum Einstieg in eine Stadt mache ich immer eine Stadtführung, um einen Überblick und im besten Fall ein paar Insidertipps von Einheimischen zu bekommen. Anschließend kannst du die Stadt dann im eigenen Tempo erkunden. Wer es eilig hat, kommt mit dem Hop-on/Hop-off-Bus bequem von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Und wenn du schon mal da bist, bietet sich ein Ausflug in die Umgebung an. Hier kannst du die Touren gleich buchen:
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Sehenswürdigkeiten in Dublin: die Klassiker
#Guinness Storehouse
Verrückt, aber die Hauptsehenswürdigkeit Dublins ist eine Brauerei. Nicht irgendeine natürlich, sondern die Weltmarke Guinness, die in ihrer 250jährigen Geschichte schon immer geniales Marketing betrieben hat. Vielleicht hast du die Netflix-Serie House of Guinness gesehen, die ein Kapitel der Familiengeschichte erzählt. Im Storehouse wird auf einer selbstgeführten Tour die Geschichte des Kultbiers lebendig. Schätzungsweise 10 Millionen Gläser Guinness werden Tag für Tag getrunken. Mir nicht ganz verständlich, denn das bittere schwarze Gebräu kann ich nur alle paar Jahre in einem Pub in Irland trinken ;-).

Das Storehouse ist aber auch für Menschen, die Guinness so wenig abgewinnen können wie ich, ein Erlebnis. Die Tour endet in der Glaskuppel in der Gravity Bar, wo du ein Pint Guinness (im Eintrittspreis inklusive) bei tollem 360-Grad-Blick auf Stadt und Umland genießen kannst. Am besten zum Sonnenuntergang.
Tipp: Um Enttäuschungen zu vermeiden, solltest du dein Ticket für die Guiness Brewery unbedingt vorbuchen. Die Schlangen vor dem Tor sind lang! Hier geht es zur Buchung*.
Guiness Storehouse, James’s Gate, Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 10–19 Uhr, Freitag und Samstag 10–20 Uhr, Website
Wenn du lieber Whiskey als Bier magst – die Jameson Distillery bietet ebenfalls eine gute Show und liegt nicht weit vom Guiness Storehouse entfernt. Ticket buchen*.
#Trinity College und Book of Kells
Die Old Library im renommierten Trinity College – 1592 von Königin Elisabeth I. für protestantische Studenten gegründet – bietet den passenden Rahmen für einen der größten Buchschätze Europas: das Book of Kells. Das großartig illuminierte Manuskript mit fast 680 Seiten enthält die vier Evangelien des Neuen Testaments in lateinischer Sprache und entstand wohl gegen 800 nach Christus. Die hochkarätige Book of Kells Experience erweckt das kostbare Manuskript zum Leben.

Trinity College, Book of Kells, College Green; Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9.30 –17.30 Uhr, Sonntag 10–17 Uhr; Website. Tickets buchen
#Kneipenviertel Temple Bar
Wo heute Besucher durch die Kneipen ziehen, schlugen 795 nach Christus die Wikinger ihr Lager auf. Längst ist Temple Bar DAS Ausgehviertel der Stadt mit zahlreichen traditionellen Pubs. Die Dubliner Kneipen waren immer Orte zum Diskutieren und Philosophieren und inspirierten manchen Poeten. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, solltest du den Dublin Literary Pub Crawl buchen. Die Guides zitieren unterwegs aus Werken von Joyce, Wilde & Co. und geben Anekdoten aus der Literaturwelt zum Besten.



Tipp: Wer wie ich allein unterwegs ist, stürzt sich möglicherweise nicht gern ohne Begleitung ins Getümmel. Deshalb ist ein Dublin Pub Crawl* eine feine Sache. In Gesellschaft macht das Pub-Hopping natürlich viel mehr Spaß.
Einheimische findest du in Temple Bar selten, dafür unzählige Besucher, die Gläser mit bitterem Guiness stemmen und zur Live-Musik die irischen Folksongs mitgrölen. In der Bar Oliver St John Gogarty gibt es fast rund um die Uhr Irish Trad live. Temple Bar hat aber auch ein Alltagsgesicht. Am zentralen Meeting House Square gibt es mehrere Museen, und samstags finden hier ein Lebensmittelmarkt und ein Buchmarkt statt.
Viel Atmosphäre bietet auch das älteste Pub Irlands, das im Herzen der Altstadt liegt: The Brazen Head geht zurück auf das Jahr 1198.

#Dublin Castle
Wo heute Dublin Castle steht, errichteten die Wikinger 930 nach Christus eine Festung. Noch heute sind Überreste ihrer Verteidigungsanlagen zu sehen. Von 1230 bis 1921 hatte die britische Verwaltung hier ihren Sitz, Dublin Castle war aber auch im Laufe der Jahrhunderte Gericht, Hinrichtungsplatz und mehr. Heute ist es Kulisse für wichtige Events wie die Amtseinführung des Präsidenten. Auf Touren kannst du die Prunkgemächer, die mittelalterliche Gruft und die Chapel Royal erkunden.

Dublin Castle, Dame St; Öffnungszeiten: täglich 9.45–17.45 Uhr; Website
#Christ Church Cathedral
Die Christ Church Cathedral, auf den Mauern einer Wikingerkirche erbaut, war im Mittelalter die wichtigste Kirche der Stadt. Hier besuchte die Oberschicht den Gottesdienst. Nach Rundumerneuerung im 19. Jahrhundert kann man nicht mehr so genau sagen, wo das Mittelalter endet und die Moderne beginnt. Zu den ältesten Teilen gehört sicher die große Krypta.
Unweit der Kathedrale erinnern Tafeln im Boden an die Wikinger, die Dublin gründeten.



Christ Church Cathedral, Christchurch Place; Öffnungszeiten Montag bis Samstag 9.30–17 Uhr, Sonntag 12.30–15 Uhr; Website
#St Patricks Cathedral
Die größte Kirche des Landes, die bischofslose „Nationalkathedrale“ St Patrick’s, trägt den Namen des Heiligen, der die Iren zum Christentum bekehrte. Auf der angrenzenden Grünfläche, heute ein beliebter innerstädtischer Park, liegt der Brunnen, mit dessen Wasser Patrick angeblich getauft wurde. Die mittelalterliche Kirche wurde im 19. Jahrhundert umfangreich saniert – gesponsert von Familie Guinness. Begraben liegt im Kirchenschiff der Schriftsteller Jonathan Swift (Gullivers Reisen), der lange Dekan der Kathedrale war.

Tipp: Ein stimmungsvolles Erlebnis ist der Evensong, ein gesungenes Gebet (Montag bis Freitag 17.30 Uhr, Sonntag 15.15 Uhr. Während des Gotttesdienstes sind keine Besichtigungen möglich, es werden aber auch keine Eintrittsgebühren erhoben.

St Patricks Cathedral, St Patricks Close; Öffnungszeiten Montag bis Freitag 9.30–17 Uhr, Samstag 9–17 Uhr, Sonntag 9–10.30 und 13–14.30 Uhr; Website
Sehenswürdigkeiten in Dublin: eine Neuentdeckung
#Dubl Linn Gardens mit Chester Beatty Library
Direkt hinter Dublin Castle liegen die Castle Gardens beziehungsweise Dubh Linn Gardens, in denen viele Dubliner ihre Mittagspause verbringen. Daran grenzt die Chester Beatty Library – für mich eine Neuentdeckung, die sofort zum Lieblingsplatz wurde. Eigentlich mehr ein Museum als eine Bibliothek. Es birgt unzählige Manuskripte und Bücher, die ein Privatsammler zusammentrug und der Öffentlichkeit zugänglich machte, – darunter Schätze wie die frühesten bekannten Exemplare der vier Evangelien. Zu sehen sind aber auch Kunstdrucke, Textilien und andere Kunstschätze aus Asien und dem Nahen Osten vor allem – allesamt wunderschön präsentiert. Eine Ausstellung widmet sich außerdem den Weltreligionen. Der Eintritt ist frei und sogar Führungen sind kostenlos. Unbedingt vorbeischauen!

Gastrotipp: Zum Museum gehört das wunderbare Silk Road Café, das neben irisch-britischen Backwaren Gerichte aus dem Orient serviert. Also auch kulinarisch ein Zusammentreffen der Kulturen.

Chester Beatty Library, Dublin Castle; Öffnungszeiten: Dienstag/Donnerstag/Freitag/Samstag 9.45–17.30 Mittwoch 9.45–20 Uhr, Sonntag 12–17.30 Uhr; Website. Eintritt frei!
Sehenswürdigkeiten in Dublin: zwei Stadtspaziergänge
#Morgenspaziergang durch die Dublin Docklands
Der Liffey ist die Lebensader Dublins, und auf einem Spaziergang am Ufer entlang gibt es einiges zu entdecken. Ich war morgens bei Sonnenaufgang unterwegs in den Dublin Docklands, dem Hafenviertel der irischen Hauptstadt, und habe die Stimmung am Wasser genossen. Dublin ist früh auf den Beinen: Möwen kreischten, während Radler vorbeirauschten – unterwegs zu ihren Arbeitsplätzen in den Technologieunternehmen, die sich am Fluss angesiedelt haben. Überhaupt – das ehemalige Industrie -und Hafenviertel Dublins hat sich in ein beliebtes Büro- und Wohnviertel verwandelt. Hier kannst du die Energie spüren, die Dublin zur Boomtown machte.
Sehenswürdigkeiten am Ufer des Liffey
Die lange vernachlässigten Flussufer sind heute Spazier- und Radwege, und 18 Brücken überspannen inzwischen den Liffey, die zum Teil echte Schönheiten sind. Einige davon wurden – typisch irisch! – nach Dichtern benannt: die Sean O’Casey Bridge, die James Joyce Bridge und die Samuel Beckett Bridge. Letztere wurden vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfen. Besonders die Beckett-Brücke, die an eine umgedrehte keltische Harfe erinnert, ist ein Eyecatcher.


Unweit der Samuel-Beckett-Brücke liegen das Museumsschiff Jeanie Johnston, das moderne Convention Centre Dublin (CCD) und das Museum EPIC (siehe Museen) mit dem erschütternden Famine Memorial – ein Denkmal für die Opfer der großen Hungersnot im 19. Jahrhundert, die viele Iren zur Auswanderung zwang.

Berühmter noch als die modernen Brückenbauten ist die Ha’Penny Bridge, eine Fußgängerbrücke aus dem Jahr 1816, für deren Überquerung man früher einen halben Penny Wegezoll entrichten musste.

Ein Schmuckstück ist auch die Gratton Bridge. Die Lampen auf der Brücke zieren sogenannte Hippocampus, die halb Pferd und halb Fisch sind.

Immer noch imposant mit seiner grünen Kuppel ist das klassizistische Custom House. 1791 von den Briten erbaut, beherbergt es heute ein Ministerium.

Amerikanische Tech-Riesen wie Google, Facebook oder LinkedIn haben in Dublin ihre europäischen Hauptniederlassungen angesiedelt. Seither nennt man die Gegend um das Grand Canal Dock auch Silicon Docks. Hier liegt auch eine Stilikone: das 2010 eröffnete Bord Gáis Energy Theatre von Daniel Libeskind mit seinen roten Mikadostäben. Es ist das größte Theater Irlands, das ab und zu auch internationale Großproduktionen beherbergt.

#Literaturspaziergang im georgianischen Viertel
„When I die, Dublin will be written in my heart“ James Joyce
Dublin und Literatur gehören zusammen. Jonathan Swift, George Bernard Shaw, Oscar Wilde, James Joyce, Samuel Beckett, William Butler Yeats und Seamus Heaney lebten und arbeiteten hier – um nur die bekanntesten zu nennen. Butler Yeats (1923), Shaw (1925), Beckett (1969) und Heaney (1995) erhielten den Literaturnobelpreis, und sie alle trugen maßgeblich zu Irlands reichem literarischem Erbe bei. Nicht zufällig trägt Dublin den Titel UNESCO-Literaturhauptstadt. Vor meinem ersten Dublin-Besuch als Studentin habe ich mich tatsächlich durch den Ulysses von James Joyce gequält (großartiges Buch, aber einfach zu dick ;-)).

Spuren einiger Dichter findest du, wenn du vom Trinity College zum Merrion Square Park läufst, der im Herzen des georgianischen Dublin liegt. Unterwegs kannst du nach Lust und Laune einen Blick in die National Gallery (siehe Museen) werfen. Ringsum elegante Wohnhäuser im georgianischen Stil mit ihren berühmten farbigen Haustüren („Doors of Dublin“), die hübsche Fotomotive sind. Lauter feine Adressen sowieso. Der Park ist eine kleine grüne Oase und gleichzeitig Open-Air-Galerie. En Hingucker ist vor allem das Oscar-Wilde-Denkmal.

Dandy-like lümmelt der exzentrische Autor, der von 1855 bis 1876 am Merrion Square No 1 lebte, auf einem Stein. Ein Paradiesvogel im viktorianischen Zeitalter. Zu seiner Seite eine Skulptur seiner Frau – nackt, schwanger und sehr erotisch. Oscar Wilde wird sich in seinen letzten Jahren oft an den Merrion Square zurückgesehnt haben, er starb verarmt und elend in Paris.



Ein Spaziergang führt weiter zum nächsten Park: Im St. Stephen’s Green verbringen Angestellte der Büros ringsum gern ihre Mittagspause – picknickend. Kaum vorstellbar, dass die Idylle bis ins späte 18. Jahrhundert für öffentliche Hinrichtungen genutzt wurde. Im Park findest du eines der Denkmäler für James Joyce, der mit Ulysses seiner Heimatstadt ein Denkmal setzte. Wie passend, dass hier das Literaturmuseum (siehe Museen) seinen Platz fand. „Joyce himself“ begegnet dir auf deinen Stadtspaziergängen bestimmt noch öfter – zum Beispiel lebensgroß (Ecke O’Connell/Eral Street North) mit Spazierstock. Das James Joyce Centre, das mit Werk und Künstler vertraut macht, liegt allerdings am anderen Ufer des Liffey (35 North Great George’s Street).

#Ausflug nach Howth
Wenn du Seeluft schnuppern möchtest, kommst du mit der DART (Dublin Area Rapid Transit), die die Küstenregionen der Stadt mit der Innenstadt Dublins verbindet, schnell in der Fischerort Howth. Dort legten 819 die Schiffe der Wikinger an, die die Region erschlossen.
Howth ist nach wie vor ein belebter Fischerhafen und eine Attraktion sind die Fischlokale, die vor allem an Sommerabenden sicher Scharen von Besuchern anziehen. Bei meinem Besuch in Howth im Frühjahr ging es noch recht beschaulich zu, zumal das Wetter recht unentschieden war. Gern hätte ich den berühmten Cliff Walk gemacht, von dem viele schwärmen. Mir fehlten Zeit und Sonne.

Gastrotipp: Köstlich waren die Fish & Chips bei Beshoff’s.

Hinkommen: Die Züge nach Howth fahren täglich etwa alle 10 Minuten und Tickets kannst du an Automaten in den DART-Bahnhöfen oder online kaufen.
Eine Hommage an Molly Malone
Die Legende erzählte, dass Molly Malone tagsüber Fisch und Muscheln mit ihrem Karren durch die Straßen Dublins schob und nachts ihre Schönheit verkaufte, um zu überleben. Das Volkslied Molly Malone gilt als inoffizielle Hymne der Stadt Dublin.

In Dublin’s fair city
Where the girls are so pretty
I first set my eyes on sweet Molly Malone
As she wheeled her wheelbarrow
Through streets broad and narrow
Crying, “Cockles and mussels, alive, alive, oh!
Museen in Dublin
Natürlich gibt es in Dublin auch jede Menge Museen, und bestimmt ist das Richtige für dich dabei. Hier eine kleine Auswahl interessanter Häuser.
#National Gallery of Ireland
Die National Gallery of Ireland liegt im eleganten georgianischen Viertel und ist ein ruhiger Ort der Kunst. Du musst ganz sicher nicht Schlange stehen und kannst dich auf Werke der großen Meister von Rembrandt bis Picasso freuen. Für mich allein schon wegen Caravaggios Die Gefangennahme Christi ein Muss.

National Gallery of Ireland, Merrion Square W, Öffnungszeiten: Sonntag/Montag 11–17.30, Dienstag/Mittwoch/Freitag/Samstag 9.15–17.30, Donnerstag 9.15–20.30 Uhr; Website
#EPIC – Irish Emigration Museum
70 Millionen Menschen mit irischen Wurzeln leben in der Neuen Welt – vor allem in den Vereinigten Staaten, Australien und Kanada –, die sich in der Fremde ein neues Leben aufbauten. Viele flohen 1845 bis 1849 vor der großen Hungersnot oder suchten später einfach neue Perspektiven. Das Irish Emigration Museum nimmt dich multimedial mit auf die große Reise, die im steinernen Gewölbe des alten Custom-House-Quay-Gebäudes in den Dubliner Docklands beginnt.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die Jeanie Johnston, ein nachgebautes Hungersnotschiffs, das vor dem Museum vor Anker liegt. Im Unterdeck erhältst du Einblick in den Reisealltag der 250 Passagiere, die unter katastrophalen Bedingungen die Überfahrt erleiden mussten. Am Ufer erschüttert das Famine Memorial – ein Denkmal für die Opfer der großen Hungersnot.

#Museum of Literature Ireland (MoLI)
„Die Gesellschaft ist wunderbar tolerant. Sie verzeiht alles außer Genie“ (Oscar Wilde)
Die Ausstellungen im Literaturmuseum informieren über Irlands große Dichter und Schriftsteller und zeigen besondere Exponate wie das erste Exemplar der Erstausgabe von James Joyces Ulysses. Ein Muss für jeden Literaturliebhaber.

Museum of Literature Ireland, 86 St Stephen’s Green; Öffnungszeiten: täglich 10.30–17.30 Uhr; Website
Fakten und Reisetipps für deinen Städtetrip nach Dublin
- Dublin hat rund 530.000 Einwohner, ist Hauptstadt und größte Stadt Irlands.
- Irland gehört zur EU und ist Euro-Land. Allerdings benötigst du einen Adapter für die Steckdose, und wie im UK fährt man links.
- Offizielle Sprachen sind Englisch und Gälisch, die meisten Schilder sind zweisprachig.
- Das Wetter ist unberechenbar, eine Regenjacke gehört auch im Hochsommer in den Koffer.
- Aus vielen deutschen Städten gibt es Flüge nach Dublin. Vom Flughafen kommst du mit dem Dublin Express in die Stadt. Am besten das Ticket vorbuchen*, Barzahlungen und Kartenzahlungen vor Ort werden nicht akzeptiert.
- Das Stadtzentrum ist kompakt und ich habe alles zu Fuß erlaufen. Nur für die Fahrt nach Howth habe ich die DART genommen (siehe dort). Du kannst aber auch ein Fahrrad mieten.
- Dublin ist ein teures Pflaster und Essengehen geht ins Geld. Sparen kannst du in manchen Restaurants mit dem Early-Bird-Menü zwischen 17 und 19 Uhr.

Übernachten in Dublin
Auch die Hotelpreise haben es in sich, deshalb würde ich rechtzeitig vorbuchen, um noch ein Zimmer zu einem einigermaßen vernünftigen Preis zu ergattern. Ich habe im Trinity City Hotel* übernachtet und war in jeder Hinsicht zufrieden: zentrale Lage, geräumiges Zimmer, gutes Frühstück. Perfekt! Aber natürlich gibt es noch viele andere Hotels und B&Bs in Dublin*. Wenn du im Herzen der Stadt wohnen willst, wirst du vergeblich nach Schnäppchen suchen.
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